Normandie - Arromanches zum Mt St Michel

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babetaxi
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Normandie - Arromanches zum Mt St Michel

Beitragvon babetaxi » So Jul 26, 2015 10:48 pm

Hallo zusammen - der kräftige Sturm hat uns aus Frankreich zurückgefegt und ich kann von unserer dritten Tour in Frankreich berichten:

Nachdem die Loir in zwei Etappen erfolgreich beradelt ist, wollten die Damen nun was mit mehr Meer. Da bot sich die Querung der Normandie geradezu an: Meer am Start und Meer am Ziel - so der Plan.
Auf den Internetseiten zum französischen Fahrradtourismus haben wir folgende Routenvorschläge gefunden (mit pdf´s der einzelnen Abschnitte, Unterkunfts- und Sehenswürdikeitsverzeichnis, gpx-file...):

http://www.francevelotourisme.com/base-1/destinations/les-plages-du-debarquement-mt-st-michel

und uns dann für den Abschnitt von Arromanches bis zum Mount Saint Michel entschieden. Die Orte haben wir vor 11 Jahren bereits besucht und dachten, das wäre mit dem Fahrrad auch prima.

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Arromanche_Bucht_150.jpg (121.4 KiB) 455 mal betrachtet


Ausrüstung:
Pino mit Bob Yak und Solorad. Diesmal hatten wir viel weniger dabei und immer noch zuviel... Insgesamt am Pino 6 Ortliebtaschen und 2 am Bob plus eine RackPack. Dabei waren die Taschen am Lowrider viel besser als die beiden Ortlieb-Rollsäcke aus den vorangegangenen Jahren - das zwingt zum Packen mti Bedacht :D! Allerdings ist das Anbringen der Taschen am Lowrider etwas fummeliger (liegt vielleicht an den Sport- und Bikepacker-Taschen?)

Tour:
In fünf Tagesetappen von Arromanches bis zum Mont Saint Michel - irgendwas an die 200 km. Wir haben gecampt und dementsprechend alles dabei, was das Camperherz begehrt. An- und Abfahrt war wieder mit dem PKW - mit dem Zug ist das viel zu aufwendig - schade eigentlich. Vor Ort haben wir uns mit der Regionalbahn bewegt - das ist auch mit vollgepacktem Pino kein Problem.

Unsere Erfahrung:
Ja, die Normandie ist hügelig und die Tour verläuft durch landschaftlich sehr schöne Regionen. Auf dem ersten Abschnitt werden Nebenstraßen und wenig befahrenen Straßen ausgeschildert - d.h. es sind auch kräfitge Steigungen dabei. Unser Mädel (8) auf dem Pino vorne hat das so meistern können - mit dem eigenen Rad wären Lust und Luft nach zwei Hügeln weg gewesen (verständlich!). Ungefähr zur Halbzeit wechselt die Route auf ehemalige Bahntrassen , so dass die An- und Abstiege zwar länger, dafür wesentlich moderater ausfallen. Das war viel angenehmer und das Vorankommen ist deutlich besser. Auch die Fahrradinfrasturktur ist dementsprechend deutlich besser (alte Bahnhöfe als Pausenstationen mit WC und Wasser, Beschilderung von Einkaufs- und Unterkunftsmöglichkeiten, Picknick-Plätze etc.)

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VoieVerde_150.jpg (116.71 KiB) 456 mal betrachtet


Genauso zweigeteilt sind auch die Möglichkeiten zum Campen - im ersten Abschnitt eher mager und z.T. wirklich einfachster Standard - wer da empfindlich ist, sollte hier auf Zimmer mit Fürhstück ausweichen. Im zweiten Abschnitt haben wir sehr positive Erfahrungen gemacht - Plätze, bei denen wir zu dritt 7,50 Euro (!) bezahlt haben und dafür Begrüßungs-Kaffee, einen Aufenthalts- und Trockenraum, freies WiFi und erstklassige Ausstattung vorgefunden haben!
Die letzte Etappe zum Berg ist dann auch echt toll - man kann von Ferne schon sehen, wo es hingeht:

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MtStMichel_150.jpg (96.2 KiB) 455 mal betrachtet


Der Berg selber ist total überlaufen - na klar, aber trotzdem ein Besuch wert. Nach der Ruhe der Tage vorher doch ein kleiner Kultur- :shock:

Fazit (aus Familiensicht):
Konditionell anspruchsvoll; mehr zum Anschauen für die Erwachsenen (Klöster, Weltkriegsrelikte); dafür zweimal Meer. In fünf Etappen doch gut zu meistern - geht sicher auch schneller; aber mit dem Pino ist ja auch der Weg das Ziel. Wir haben unterwegs lediglich zwei Tourenradler getroffen, die genau diese Tour gefahren sind - das spricht irgendwie für sich. Gegen Ende hin, kommt der Radweg aus Paris hinzu - da waren dann mehr mit Gepäck zu sehen. Kein weiteres Pino - wir sind wieder fotografiert worden wie die Weltmeister...

Grüße in die Runde von
Anno und den Damen

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Radfux
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Re: Normandie - Arromanches zum Mt St Michel

Beitragvon Radfux » Fr Jul 31, 2015 5:35 am

Hi Anno,
super Touren-Tipp, werde ich mir merken, und tolle Beschreibung - vielen Dank für's Einstellen ins Forum.
Und Dein Gepäck ist wirklich beeindruckend, erinnert mehr an ein Pino-Porter als an ein Pino-Tour... :lol:
Gruß, Stefan.


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