Pino1 vs. Pino2 und der Urvater Periskop

Immer wieder auftauchende Fragen und Antworten zu Pino, Tandem & Co.

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Pino1 vs. Pino2 und der Urvater Periskop

Beitragvon jodi2 » Fr Jul 01, 2005 6:34 am

Hallo,

in der Hoffnung, daß das mein letzter Monolog ist und wir bald noch ein bißchen Zulauf im Forum bekommen hier wie angekündigt ein erster Anfang für die Unterschiede Pino1 zu Pino2.

Zunächst gab es wohl bis Mitte der Neunziger vor dem Pino1 von Hase das Periskop, das aber scheinbar in Konstruktion und/oder Fahreigenschaften deutlich schlechter war. Fotos habe ich bisher keine gefunden, einziger kurzer Hinweis zum Periskop bisher hier (dass es "fehlkonstruiert" sei): http://tandem-fahren.de/Modelle/Lieger/ ... .html#view

Das Pino1 wurde von Hase von ca. 1996 bis 2003 gebaut und dann durch das Pino2 abgelöst. Hase selbst unterscheidet die Pinos nicht, weder durch den Namen des neuen noch wurde/wird auf Änderungen besonders hingewiesen. Mit dem Wechsel wurde der Listenpreis um rund 200 Euro (in meinen Augen berechtigt) angehoben.

Bild

Bild

Auffälligste Änderung ist das jetzt vorne nicht mehr grade sondern gebogene Hauptrahmenrohr, Zweck dieser aufwendigen Rahmenlinie ist mir nicht sicher bekannt, ich vermute verbesserte Fahreigenschaften.

Außerdem ist die statisch ziemlich ungünstige Geometrie des Sattelrohres überm Tretlager jetzt nicht mehr gebogen sondern grade und der Captain sitzt nicht mehr ganz so weit hinter dem Tretlager bzw. über dem Hinterrad sondern annähernd wie auf einem Normalrad. Der Radstand sieht verlängert aus, ingesamt ist die Rahmengeometrie scheinbar in puncto Stabilität, Sitzposition und Fahreigenschaften optimiert worden.

Der Lenker bietet beim Pino2 mehr Verstellmöglichkeiten, zum Beispiel läßt er sich jetzt über einen Schnellspanner flott ein ganzes Stück vor oder zurückkippen.

Als nächstes wurde von Magura Felgenbremsen auf Magura Julie Tandem Scheibenbremsen umgestellt, nach dem, was man von gelegentlichen Felgenplatzern bei längeren Gebirgsabfahrten mit Gepäck hört, zurecht. Auch die Bremsleistung scheint mit der Julie besser zu sein und die nötigen Handkräfte geringer.

Laufräder bzw. -felgen wurden verbessert bzw. breiter. Nur wenigstens 36 statt 32 Loch würde ich mir hinten wünschen...

Der Sitz wurde scheinbar ergonomisch optimiert und ist jetzt in der Neigung etwas verstellbar, wobei ich nicht weiß, wie bequem oder unbequem oder verstellbar er vorher war. Druckstellen am Rücken hat meine Frau jedenfalls auch noch auf dem neuen gelegentlich.

Gepäckträger und Lowrider wurden verbessert, der Lowrider kann jetzt bis zu vier Ortliebs aufnehmen (meiner Meinung nach aber nur maximal zwei Back- und zwei Frontroller). Insgesamt ist das Pino mit dem aufnahmefreudigeren Lowrider und seiner günstigen Position wesentlich besser gepäckgeeignet als normale Tandems.

Ob es den neuen stabilen (Bäckerrad-)Ständer schon beim Pino1 gab, weiß ich nicht. Jedenfalls ist es Geschmacksache, ob man sich diesen teuren Luxus gönnen will.

Die Kettenführung der Synchronkette wechselte von rechts nach links, dadurch ist der Freilauf für den Stoker jetzt sinnvollerweise im Tretlager des Captains. Außerdem ist der Kettenspanner geändert worden, jetzt ohne Feder mit 10er Schlüssel zu verstellen, dafür spannt er mehr Kette, schätzungsweise 30cm.

Die 3x7-Kette-Naben-Schaltung ist einer reinen 3x8/9-Kettenschaltung gewichen, was ich persönlich aus zwei Gründen bedauerlich finde. Zum einen ist die 3-Gang-Nabe zum Runterschalten beim Anfahren grade beim Tandem ideal, zum anderen ist durch den Sprung von 7- auf 8-fach der Speichenwinkel am Hinterrad steiler und die Speichenbelastung größer geworden. Andererseits war vielleicht die 3x7-Nabe nicht so gut tandemgeeignet, ich habe darüber weder Gutes noch Schlechtes gehört. Vielleicht verbaut Hase aber auch noch auf ausdrücklichen Wunsch 3x7- oder 3x8-Kette-Naben-Schaltung.

Darüberhinaus bietet Hase jetzt auch zwei leichte Rennversionen des Pino an (vorher auch schon?), mit Schalensitz und diversen Carbon und Aluteilen zur Gewichtsersparnis, die Titanrahmenversion mit (für mich) unglaublichen 13,7 kg! Allerdings auch zu einem ziemlich unglaublichen Preis, für den man mehr als zwei normale Pinos bekommt.
Bild
http://www.hase-bikes.com/des/ttpino/in ... &showPic=5

Bild
http://www.hase-bikes.com/des/ttpino/index.php


Vor allem - und in meine Augen auch wichtig - scheint mir Hase in den letzten Jahren eine Riesenentwicklung (vielleicht ein bißchen ähnlich zu Riese&Müller in Darmstadt) zu einem erfahrenen mittelgroßen Spezialradhersteller gemacht zu haben und die meisten Räder haben sich von mutigen, manchmal vielleicht noch etwas holprigen Sonderkonstruktionen in Kleinstserien zu ausgereiften Serienprodukten entwickelt, für die man - so einem das Grundkonzept behagt - ohne Bedenken daß das Rad auseinanderfällt oder der Hersteller nächstes Jahr zumacht - das viele Geld ausgeben kann.

Trotz der Vorteile des Pino2 hatte ich bei den bisherigen Fahrten mit dem Pino1 nie das Gefühl, daß es ein unausgereiftes oder schlechtes Rad ist, das "Pinofeeling" kommt da bereits genauso toll rüber und das Rad ist auch bereits voll alltags- und reisetauglich. Das Pino2 ist lediglich in vielen Details sehr sinnvoll verbessert, dafür eben etwas teurer geworden. Wenn man noch irgendwo günstig oder als Vorführmodell ein Pino1 erwerben kann, nur zu!
Mit dem Pino2 sind aber fast alle Kritikpunkte am Pino1 behoben werden, Lenker, Vorderrad (größeres Reifenangebot, Federgabel), Sitzposition hinten, Bremsen. Und wem das normale Pino zu langsam ist, auch der hat jetzt denke ich mit den Rennversionen genug Möglichkeiten es mit "normalen" Renntandems aufzunehmen...
Wem das Grundprinzip des Pino zusagt, kann in meinen Augen inzwischen bedenkenlos zu diesem "Sonderlings-"Tandem greifen, egal was andere unken. Dafuer wird man mit einem Fahrspass fuer beide und besonders fuer den Vorderen belohnt, den kein Normaltandem bietet.

Mit der Bitte um Korrekturen&Ergänzungen
Besten Gruß
Jo
Zuletzt geändert von jodi2 am Fr Sep 22, 2006 11:01 am, insgesamt 4-mal geändert.

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Pino-Neuerungen 2006

Beitragvon Wildcate » Fr Jun 02, 2006 7:15 am

Wir haben ja nun unser Pino mit einem neuen Rahmen zurückbekommen, und siehe da: beim Pino 2006 gibt es eine neue Befestigung für die vordere Lampe, nur noch ein Kettenschutzring auf der Außenseite für den Stoker, eine neue Aufhängung für die Teflonrohre der Synchronkette, am Ausleger befestigt, und der Gummihalter für die Rohre am Hauptrohr wurde durch einen kleinen Drahtbügel ersetzt. Die vordere Lampe wird jetzt mit einem Röhrchen als Abstandhalter (wie auch beim Lowrider eingesetzt) direkt vorne im Tretlagerbereich festgeschraubt und sitzt damit nicht mehr oben auf dem Rohr, sondern vorne - hat den Vorteil, daß das L-Teil zum Festschrauben nicht mehr benötigt wird (das wog bestimmt 5 Gramm! ;) ) und das Loch oben im Ausleger verschwunden ist. (Hat den Nachteil, daß wir uns einen neuen Tachohalter basteln müssen...)
Die neuen Spannsitze sind ja schon länger angekündigt, darüber kann ich aber nix sagen - wir konnten den alten Sitz behalten.
Die dickste Änderung, laut einem Infoblatt, das wir bei unserem Dealer gesehen haben, ist die neue Basisbremsenausstattung am Pino mit Louise FR in Tandemversion (d.h. große Scheibe und Stahlflex). Ist unserer Meinung nach für ein Reisetandem, das auch mal mit Gepäck eine längere Steigung runtersausen will, angemessen - da stößt die Julie schon mal an ihre Grenzen (und Magura empfiehlt schon Einzelfahrern mit 100 kg Körpergewicht oder mehr die Louise statt der Julie).

Liebe Grüße,
Kati

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Re: Pino-Neuerungen 2006

Beitragvon jodi2 » Sa Jun 03, 2006 6:08 am

Manche Änderungen kann ich mir nur nach dieser Beschreibung jetzt noch nicht so recht vorstellen, aber es sind ja auch mehr Details (wenn auch sicher sinnvolle), Sitz und Lampe habe ich aber glaube ich schonmal gesehen und das Beste an der Lampe fand ich, daß sie jetzt so klein und niedrig ist, daß sie vom Kettenblatt vorne geschützt ist, d.h. man reißt sich nicht mehr bei jedem zweiten mal Wenden in Gebäuden/Bahnhöfen und beim Ein- und Aussteigen in den Zug die Lampe ab/kaputt.

Ist unserer Meinung nach für ein Reisetandem, das auch mal mit Gepäck eine längere Steigung runtersausen will, angemessen - da stößt die Julie schon mal an ihre Grenzen (und Magura empfiehlt schon Einzelfahrern mit 100 kg Körpergewicht oder mehr die Louise statt der Julie).

Denke ich auch. Die Julie/Scheibenbremse ist schon ein Riesengewinn am Tandem im Vergleich zu früheren Bremsen, aber wir haben auch ohne Gepäck hier und da nur im Odenwald lange Abfahrten gehabt, wo wir dachten "Was machen wir jetzt, wenn aus einem der Feldwege/Bauernhofausfahrten vor uns mal unerwartet wer/was rausfährt oder wenn wir warum auch immer mal ganz zum Stehen kommen wollen bevor wie im Tal sind?". Und die Louise FR ist schon nett...

Gruß
Jo

Günter
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Beitragvon Günter » Do Jun 29, 2006 11:06 pm

Wir sind stolze Besitzer des Periskop, das wir vor vielen Jahren und Tagen gebraucht gekauft haben. Da wir im vergangenen Jahr einen Riss im Hauptrohr schweissen lassen und einige Verschleissteile austauschen mussten spielten wir mit dem Gedanken, statt einer aufwendigen Reparatur ein Pino zu kaufen.
Nach einer kurzen Testfahrt bei Hase war Beate - mein Captain - aber doch wesentlich mehr von unserem (liebgewonnenen) Periskop angetan, das mittlerweile dank der Pflege bei Hase auch wieder gesund ist!

Insofern würde ich die These mit der Fehlkonstruktion nicht so 100% unterstützen ;-))

Ich habe ein Bild bei Google gefunden, und zwar hier (unten)

Wie auf dem Bild undeutlich zu sehen war das Periskop ursprünglich mit einem Pedersen (Hängematten) Sattel ausgerüstet (sieht so aus wie hier)
Dieser entpuppte sich allerdings als recht unbequem. Ich vermute, das liegt daran, dass der Rahmen des Periskop im Gegensatz zum Pedersen Rahmen so gar nicht federt (wie es sich ja auch gehört!)
Wir haben den Sattel mittlerweile gegen einen normalen BREITEN Brooks Sattel getauscht.

Weitere Unterschiede zum Pino:
- Wegen des Pedersen Sattels ist der ganze Hinterbau - bis etwa zur Rückenlehne des Vordersitzes- ganz anders konstruiert (mit mehr und dickeren Rohren).
- Der Lenker ist nicht geteilt wie beim Pino sondern ähnlich wie ein T geformt - einem normalen Fahrradlenker ähnlicher (ist aber kein Serienteil, sondern von Marec Hase zusammengeschweisst). Teilen lohnte sich nicht wegen des senkrechten Hauptrohres, an dem der Lenker und der Vordersitz befestigt ist.
- Das hintere Tretlager ist gegen den Sattel nach vorne versetzt, der Captain fährt somit in einer leichten Sesselradposition. Diese Position rührt ebenfalls vom ehemaligen Pedersen Sattel her, hier ist unser Brooks Sattel nicht optimal, ein Sesselrad Sattel wäre besser. Ohne Rückenlehne kann mein Captain nicht soviel Druck in die Pedale bringen.

Ausstattung schon recht modern: Sachs 3X7 Dual Drive, Magura Felgenbremse, Frontfreilauf, Zweibeinständer, allerdings keinerlei Federung.

Was ich verbessern würde wäre eine normale Sitzposition für den Captain.
Wie schon gesagt, durch die Sesselrad Position ohne Rückenlehne fehlt dem Captain ein wenig Druck. Ausserdem ist die Sitzposition des Captain SEHR aufrecht, ohne die Möglichkeit, sich einmal aus dem Sattel zu erheben - was auf längeren Strecken zu Sitzbeschwerden führt.
Das denke ich ist sicherlich der grösste Fortschritt beim Pino.

Auch eine etwas stärker geneigte Sitzpositon für den Stoker wäre nett - ich habe immer ein bisschen das Gefühl, nach vorne vom Sitz runterzurutschen. Das ist glaube ich auch auf dem Pino besser geworden, insbesonders auf dem "Renn-"Pino.


Ich gebe jodi2 recht - so sehr es uns ans Herz gewachsen ist war das Periskop doch eine "manchmal etwas holprige Spezialkonstruktion in Kleinstserie" (schön gesagt ;-) ) , aber auch hier kommt das "Pino" Feeling schon ganz und gar rüber. Das aktuelle Pino ist ein schönes Beispiel für eine "evolutionäre" Weiterentwicklung.

Was ich mir von einem zukünftigen Pino wünsche, ist ein normaler Lenker wie ihn etwa das Bilenky Viewpoint hat, eine Tretlagerüberhöhung, einen neigbaren Vordersitz sowie eine Vollfederung.
Naja, wir harren mal der Jahre... - und haben bis dahin Spass mit unserem Periskop. :-))

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Beitragvon Wildcate » Fr Jun 30, 2006 9:01 am

Hallo Günter,

willkommen im Forum!
Schön, auch einen Periskopfahrer hier zu haben, was du so erzählst, klingt zumindest sehr interessant, besonders die Sesselrad-Position für den hinteren... habt ihr euch schon mal überlegt, einen Scooterbike-Sitz mit kurzer Rückenlehne hinzubasteln?

Ich habe auch ganz schön lange gebraucht, bis ich eine Sitzposition gefunden habe, bei der ich nicht nach vorne rutsche und mich die Griffe nicht stören bzw. die vorderen Rohrteile beim Sitz. Mit der Position bin ich aber schon fast am hinteren Anschlag (am echten Anschlag, diese komischen Zusatzschrauben bei uns im Sitz haben wir entfernt...)
Den geteilten Lenker finde ich allerdings geradezu genial, mit einer Konstruktion wie bei Bilenky wächst auch der Abstand zwischen Vordermann und Hintermann (oder der Lenkeinschlag schrumpft...)

Macht doch mal ein nettes Foto von eurem Periskop, ich bin bestimmt nicht alleine ganz schön neugierig...

Liebe Grüße,
Kati

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Beitragvon jodi2 » Fr Jun 30, 2006 9:37 am

Hola Günter.

herzlich willkommen! Und endlich mal Periskopfahrer/besitzer!

>Insofern würde ich die These mit der Fehlkonstruktion nicht so 100% unterstützen ;-))

Ich bin unschuldig, ich hab nur (deutlich erkennbar) zitiert...

>Ich habe ein Bild bei Google gefunden, und zwar hier (unten)

Uuuuuuua, wer sowas ins Web stellt/fotografiert (meine nicht Dich), sollte mit einem dreijährigen Malen-nach-Zahlen-Kurs bei der Volkshochschule bestraft werden!
Wie wärs, wenn Du ein paar nette Bilder von Eurem Periskop (vielleicht auch mit Euch drauf...) machst bzw. einstellst und so das Forum und das Internet endlich um ein paar schöne Hase Periskopbilder bereicherst? ;-)

Aber immerhin ein erster Eindruck und jetzt weiß ich auch, daß ich ein Periskop schonmal irgendwo gesehen habe (weiß aber nicht mehr wo).

Wie schwer ist denn das Periskop? Wie schwer empfindet Ihr es? So z.B. wenn es ein (normalkräftiger) Mann allein die (Bahnhofs-)Treppe runterrägt oder so...

>- Der Lenker ist nicht geteilt wie beim Pino sondern ähnlich wie ein T geformt - einem normalen Fahrradlenker ähnlicher (ist aber kein Serienteil, sondern von Marec Hase zusammengeschweisst). Teilen lohnte sich nicht wegen des senkrechten Hauptrohres, an dem der Lenker und der Vordersitz befestigt ist.

Erinnert ein wenig an das ein oder andere Lastenrad (Long John?).

>Ausstattung schon recht modern: Sachs 3X7 Dual Drive, Magura Felgenbremse, Frontfreilauf, Zweibeinständer

Das klingt wirklich gut.

>Ich gebe jodi2 recht - so sehr es uns ans Herz gewachsen ist war das Periskop doch eine "manchmal etwas holprige Spezialkonstruktion in Kleinstserie" (schön gesagt ;-) ) ,

Ich bin schon wieder unschuldig und mir keiner derartigen Äußerung bewußt... ;-)

>aber auch hier kommt das "Pino" Feeling schon ganz und gar rüber. Das aktuelle Pino ist ein schönes Beispiel für eine "evolutionäre" Weiterentwicklung.

Ohne das Periskop wie gesagt näher zu kennen, so denke ich mir das auch. Ich hab wie schonmal erwähnt auch schon einige kritische Äußerungen von "Normaltandemfahrern" zum Pino1 gehört und nachdem wir vor zwei Jahren erstmals eins gefahren sind, bin ich mir keiner sooooo großen Unterschiede zu unserem Pino2 in puncto Fahreigenschaften bzw. Fahrspaß bewußt.
Das Pino2 hat eine ganze Reihe und sinnvolle Detailverbesserungen und ist den Mehrpreis wert, aber unfahrbar ist das Pino1 deswegen noch lange nicht und zwischen Pino1 und Periskop wird das ähnlich sein.
Mag sein, daß ein Pino1 oder ein Periskop bergab mit 70 freihändig wacklig ist und ein Santana fürs doppelte Geld da ruhiger ist... ;-) Ein neuer Porsche liegt mit Sicherheit auch besser bei 200 in der Autobahnkurve als eine alter Passat. Fährt deswegen jeder Porsche???;-)

>sowie eine Vollfederung.

Ich weiß nicht, ob das so erstrebenswert ist. Das ist ja schon an Solorädern schwer bzw. aufwendig und nur recht wartungsintensiv zu realisieren, bei einem wesentlich höher belateten Tandem wird das sicher nicht leichter. Das einzige mir grob bekannte Modell - das Koga Miata Twin Traveller - hatte genau deswegen eine ganze Weile einen eher schlechten Ruf (gebrochener Hinterradschwinge und so hübsche Sachen). Es soll zwar angeblich in der aktuellen Version besser/zuverlässiger geworden sein, trotzdem bin ich skeptisch.
Beim Pino würde eine (richtige) Federung hinten außerdem nur Sinn machen, wenn man auch die Vorderradfederung noch verbessern würde, die bisherige Federgabel wäre da nicht ausreichend, ein Pino mit Federbein mit sagen wir 100mm Federweg hinten, womit man schon nette Sachen machen könnte, zusammen mit dem immer noch recht sensiblen derzeitigen nur leicht gefederten Vorderrad, wäre ziemlich komisch zu fahren. In 20 Zoll gibt's halt leider nicht so viel ordentliche Federgabeln oder gar mit viel Federweg wie bei 26 Zoll, am besten war vielleicht noch ein Ostrad Adagio mit geschobener Schwinge vorne.
Ich geb zu, ein vollgefedertes Pino mit vernünftigen Federwegen wie mein MTB Fully von 100-130 mm vorne und hinten hätte was. Aber das Rad würde in einer zuverlässigen Ausführung mit Straßen/Alltagsaussattung vermutlich 30 kg wiegen und 5000 Euro kosten müssen, dann doch lieber wie gehabt...

Wildcate hat geschrieben:Macht doch mal ein nettes Foto von eurem Periskop, ich bin bestimmt nicht alleine ganz schön neugierig...

Rischtisch!!!!!!!!! ;-)

Besten Gruß
Jo

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Bilder vom Periskop

Beitragvon Günter » Mo Jul 03, 2006 7:33 pm

Hat ein bisschen gedauert mit den Bildern - ich musste mir erst eine Kamera besorgen.

Das erste Bild im Anhang zeigt das Rad im Profil.
Der kleine "Rohrstummel" in der Mitte der Sattelstrebe gehört übrigens nicht zum Periskop, sondern wurde von uns angeschraubt, damit das Rad mehr Halt auf dem Dachgepäckträger hat.

Das zweite Bild zeigt nochmal den Lenker im Detail.
Dateianhänge
periskop1_917.jpg
Profil
periskop1_917.jpg (108.7 KiB) 12904 mal betrachtet
periskop2_198.jpg
Lenker
periskop2_198.jpg (160.56 KiB) 12901 mal betrachtet

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Beitragvon jodi2 » Mo Jul 03, 2006 7:49 pm

Das sind doch endlich mal Klasse Bilder vom Periskop!
Willst Du die nicht auch mal anderswo verbreiten oder darf ich das machen? Z.B. bei Google-Bilder und auf www.tandem-fahren.de?

Die vordere Hälfte sieht sehr pino-like aus und die Farbe ist Klasse. Die Lenkung sieht kultig aus, als ob das Rad dem ersten Einwohner von Christiania gehört... ;-)
Aber so fahrtechnisch und für längere Strecken für den Hinteren, Radstand, sieht - höflich formuliert - ausbaufähig aus. Irgendwie fehlen dem Rad hinten 30cm, die der Captain ausbaden muß... Nach 100km Tagestour oder einer Woche mit 500km weiß man, was man geschafft hat...

Wie alt ist das gute Stück denn? Sieht aus wie neu.
Wisst Ihr, von wann bis wann es gebaut wurde? Was hat es damals/was hat es Euch gekostet?
Und was wiegt's?

Besten Gruß
Jo

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Beitragvon Günter » Mo Jul 03, 2006 8:24 pm

habt ihr euch schon mal überlegt, einen Scooterbike-Sitz mit kurzer Rückenlehne hinzubasteln?

Ja, würde ich sehr gerne - der Trick liegt in dem Wort "basteln" - wie soll ich sagen, ich bin technisch jetzt nicht sooooo geschickt ;-)
So wie ich die Sache sehe, wäre ein Scooter Sattel mit Schweissarbeiten verbunden (für die Befestigung am Rahmen). Und ich suche immer noch jemanden, der so etwas machen kann.
Wenn vielleicht jemand aus dem Forum hierzu einen Tip hätte... :-)
(wir wohnen irgendwo im Städtedreieck Aachen - Köln - Düsseldorf).

Den geteilten Lenker finde ich allerdings geradezu genial

Ich sehe auch den Vorteil des geteilten Lenkers, dass der Vordersitz dadurch weiter nach hinten rutschen kann (wie mal Isolde Gerlach hier schrieb: Vorteil des Pino ist, dass man sich während der Fahrt darauf küssen kann... ;-))
Aber zumindest auf unserer 20 Minuten Testfahrt empfand Beate die Griffposition als nicht so angenehm. Und ohne jetzt angeben zu wollen, aber meine Schultern passen nur sehr knapp zwischen den Lenker ;-)

Aber ich vermute mal, das ist alles eine Frage der Gewöhnung und der Einstellung.
By the way: auf den Fotos vom Pino ist der Lenker so eingestellt, dass die Lenkergriffe nach vorne zeigen. Kann man die Griffe eigentlich umdrehen, so dass sie nach hinten zeigen?

Erinnert ein wenig an das ein oder andere Lastenrad (Long John?).

Stimmt, den Gedanken hatte ich auch schon das eine oder andere mal. Liegt vielleicht daran, dass das eine naheliegende Lösung für das "Problem" ist, einen Lenker an DIESER Stelle zu montieren. Und da Lastenräder nicht so sehr von den oben genannten Vorteilen eines geteilten Lenkers profitieren...

Mag sein, daß ein Pino1 oder ein Periskop bergab mit 70 freihändig wacklig ist

Ich will nicht sagen, dass ich feige bin, und ich habe selbstverständlich grenzenloses Vertrauen zu meinem Captain, aber bei 50 Km/h denke ich schon sehr an HARTEN Asphalt, meine zarte Haut und das Nichtvorhandensein einer Knautschzone und fordere sehr lautstark den Einsatz der Bremse ein. ;-)
Obgleich das Periskop bei dieser Geschwindigkeit noch problemlos lief.
Die (Felgen-)Bremsen empfinde ich bei steilen Abfahrten mit Gepäck übrigens als zu schwach - hier ist eine Magura Scheibenbremse sicherlich besser!

Wie schwer empfindet Ihr es? So z.B. wenn es ein (normalkräftiger) Mann allein die (Bahnhofs-)Treppe runterrägt oder so...

Ohne es jetzt gewogen zu haben, aber leicht ist anders - um jetzt keine härteren Worte zu verwenden.
Ich weiss nicht, ob ich als "normalkräftiger" Mann durchgehe (siehe oben), aber ich schaffe es so gerade eben, das Fahrrad alleine eine Bahnhofstreppe hochzutragen. Und dabei brauche ich viel Platz - aber das ist ein Problem, weil ich das Rad nicht gut packen kann - könnte beim geteilten Lenker deutlich einfacher sein.
Fahrrad alleine aufs Autodach schaffe ich so gerade eben nicht mehr.
Ist aber kein Problem, weil wir immer zu zweit sind...
Ein Kerl wie ein Baum - sie nannten ihn Bonsai ;-)



Übrigens: beim Fahren sind wir mit dem Periskop bei gleicher gefühlter Anstrengung langsamer als mit unseren Solorädern. Und die bergtauglichkeit ist auch eine Ecke schlechter.
Kann aber am "Motor" liegen ;-) - wenn wir uns ein paar Tage eingefahren haben, geht es besser. Und ich habe in Liegeradboards schon von diesem Phänomen der anderen muskulären Belastung gelesen.



Vollfederung - allerdings bei einem Doppel-Liegerad-Tandem - siehe z.B. hier (Double Dutch)
Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut die ist.



Wie alt ist das gute Stück denn? Sieht aus wie neu.
Wisst Ihr, von wann bis wann es gebaut wurde? Was hat es damals/was hat es Euch gekostet?

Sonderbares Wort: die Zeit vertreiben. Sie zu halten wäre das Problem
um mal Rilke zu zitieren. Ich weiss auch nicht mehr, wann wir das Periskop gekauft haben - aber mehr als 10 Jahre sind es wohl schon her. Und vorher hatte es der Händler im Einsatz als Leihrad. Also geschätztes Baujahr Anfang bis Mitte der 90er.
Kosten damals ca. 4600 DM (gebraucht) wenn ich mich recht erinnere.
Sieht übrigens nur auf dem Foto aus wie neu, in echt sieht man schon den Staub der Jahre...


Nach 100km Tagestour oder einer Woche mit 500km weiß man, was man geschafft hat...

Du nimmst mir das Wort aus dem Mund!! ;-)
Und je mehr ich hier über das Pino lese, desto mehr bekomme ich Lust, es mal ein ganzes Wochenende Probe zu fahren... :-)



Du kannst die Fotos übrigens gerne an anderen Stellen veröffentlichen, ich erhebe darauf keine Rechte!

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Beitragvon jodi2 » Mo Jul 03, 2006 10:12 pm

By the way: auf den Fotos vom Pino ist der Lenker so eingestellt, dass die Lenkergriffe nach vorne zeigen. Kann man die Griffe eigentlich umdrehen, so dass sie nach hinten zeigen?

Beim Pino1 bin ich nicht sicher, ich glaub schon, evt. nur um 180 Grad oder nichts, beim Pino2 (wie man evt. grade so in den Fotos erkennen) kann man rechte und linke Seite beliebig und unabhängig voneinander in jede Richtung drehen und ca. 15 cm in der Höhe verstellen, außerdem den gesamten Lenker ca. 8cm (in Grad kann ich's nicht sagen) mehr oder weniger neigen/kippen.
Ich hab jetzt seit ein paar Wochen die Griffe auch in der Position wie auf den Fotos oben und dazu relativ tief und es mag sportlich und flotter sein, aber sonst ziemlich furchtbar, mir tun schon nach wenigen Minuten die Handgelenke weh, ich mach sie wohl wieder 90 Grad nach außen und höher.

Ich will nicht sagen, dass ich feige bin, und ich habe selbstverständlich grenzenloses Vertrauen zu meinem Captain, aber bei 50 Km/h denke ich schon sehr an HARTEN Asphalt, meine zarte Haut und das Nichtvorhandensein einer Knautschzone und fordere sehr lautstark den Einsatz der Bremse ein. ;-)

Das hängt halt auch vom Bauchgefühl des Stoker ab, wir haben uns auch bei der ersten Gebirgsfahrt so langsam von 50-55 gesteigert, jetzt sind wir vielleicht bei 60, aber meist ist es weniger das Fahrverhalten als mehr die Vorstellung, das plötzlich ein unausweichliches Hindernis auf der Straße ein Vollbremsung auf Null verlangt ist oder ähnliches.
Insgesamt ist das Pino vermutlich schon - allein wegen dem relativ geringen Radstand - unruhiger als Normaltandems, aber nicht unruhiger als normale Soloräder und uns ist es ziemlich wurscht, ob man in der Theorie 60 oder 80 km/h den Berg runterheizen könnte.

Die (Felgen-)Bremsen empfinde ich bei steilen Abfahrten mit Gepäck übrigens als zu schwach - hier ist eine Magura Scheibenbremse sicherlich besser!

Allerdings! Und auch da kann man kaum genug haben, der aktuelle grade hier besprochene Umstieg auf eine bessere Scheibenbrense und größere Scheibe ist nochmal ein Gewinn (auch wenn wir noch keine persönlichen Erfahrungen haben).

ich schaffe es so gerade eben, das Fahrrad alleine eine Bahnhofstreppe hochzutragen. Und dabei brauche ich viel Platz - aber das ist ein Problem, weil ich das Rad nicht gut packen kann - könnte beim geteilten Lenker deutlich einfacher sein.

Hmm, viel leichter als das Pino ist es sicher nicht, aber viel schwerer wohl auch nicht. Klingt jetzt vielleicht etwas unglaubwürdig oder nach Prahlerei, aber gestern hab ich das Bahnhofsreisen mit Pino gradezu perfektioniert. Ich hab noch nicht viele andere Varianten probiert/gesucht, aber das unbeladene Pino(2) kann mehr ganz gut mit einer Hand am Rahmen packen am Oberrohr, dort wo es in's Unterrohr übergeht/unterm Sitz, da ist es dann etwa in Balance, sodaß eine Hand reicht und man das Rad parallel neben sich tragen kann. So lauf ich öfter so locker-flockig Treppe zu/von Gleisen runter oder rauf und brauche dabei kaum mehr Platz oder Zeit als mit einem Solorad. Der Kniff gestern war, daß ich merkte, daß zwei volle Backroller in der linken Hand (sozusagen großes Tagestourgepäck) das ganze nicht unangenehmer machen, also quasi ausbalancieren und so gingen die Umsteigerei gestern ziemlich flott. Der Dummenrekord war dann das letzte Umsteigen in die abschließende S-Bahn nach Hause, da nach dem Rauspfriemeln aus dem Sch...-Uraltwagen mit Mittelstange nur noch zwei Minuten Zeit blieben, bin ich in selbigen mit zwei Backrollern unterm linken Arm und Pino unterm rechten (da man wegen der Schräge der Treppe die Arme mit dem Kram anheben muß, sieht das wirklich aus als hätte man alles "unterm Arm") die erste Treppe runtergerannt, die nächste Rollteppe hochgerannt (die fuhren zwar ausnahmsweise mal alle, aber die wären zu lahm gewesen), bis mir meine Frau von unten zurief "Das ist das falsche Gleis!", also wieder Rolltreppe runtergezischt und ein Gleis weiter wieder hoch, wo mein Frau mit ihrem Falter die S-Bahn-Tür blockierte (wir waren vorher auf Tour mit der radlosen Cousine).
Glaubt man mir vielleicht nicht, ich denke, meine Frau muß mal ein Foto davon machen, wenn wir eh wieder mal einen Zug verpaßt haben (bei der S-bahn hat's ja glücklicherwesie trotz Dummheit noch gereicht).
Ich geb aber zu, mir tut der rechte Arm heute schon noch etwas weh...
Und bei vollem Reisegepäck mit 4-6 Taschen geht's so auch nicht mehr.

Fahrrad alleine aufs Autodach schaffe ich so gerade eben nicht mehr.
Ist aber kein Problem, weil wir immer zu zweit sind...

Autodach ist bei uns mangels Auto kein Thema, aber meine Stokerin könnte da leider auch wenig helfen, sie paßt in zwei Backroller, sozusagen halber Bonsai... ;-)

Vollfederung - allerdings bei einem Doppel-Liegerad-Tandem - siehe z.B. hier (Double Dutch)
Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut die ist.


Sieht eher grausam aus. Wir hatten beim Pinoprobieren bei Hase auf der Messe 2004 so ein ähnliches Teil ohne Federung probiert, Schüttel...

Hier das erwähnte vollgefederte (sonst normale) Kogatandem:
http://www.koga.com/de/bike.asp?collect ... id=8183701

Schön ist was andres... Und die Federung hinten sieht für mich (seit kurzem im Besitz eines vernünftig konstruierten MTB-Fullies) so hochwertig, funktionell, langlebig und wippfrei aus wie bei 500 Euro Cityrädern (ich lass Aldi grad nochmal außen vor...). Und der hintere Gepäckträger als ungefederte Masse oben auf der Hinterbauschwinge, sauber, da kann man bei häufigeren Fahrten mit Gepäck dann mit der Kette auch gleich immer die Schwingenlager (oder mehr...) wechseln. Dafür nur schlappe 30 kg und 4000 Euro...
Einziger Pluspunkt: Seit diesem oder letzten Jahr der geteilte Rahmen, das ist für den Transport nicht nur aber grade mit Auto gut. Allerdings ist das Ding auch bald 'ne halben Meter länger als das Pino, ohne Teilung wär's auch ziemlich furchtbar...

Kosten damals ca. 4600 DM (gebraucht) wenn ich mich recht erinnere.

Puh, ein Haufen Holz für ein gebrauchtes Rad vor über zehn Jahren...

Nach 100km Tagestour oder einer Woche mit 500km weiß man, was man geschafft hat...

Du nimmst mir das Wort aus dem Mund!! ;-)

War eigentlich nur vermutet, ich gehöre nicht zu den Tandemexperten wie in der Tandemliste, die schon selber gebaut/konstruiert haben.
Aber wenn ich das richtig verstanden habe, belastet das doch eher Beate, oder? Und vorne sieht das Periskop nicht so viel anders aus.

Und je mehr ich hier über das Pino lese, desto mehr bekomme ich Lust, es mal ein ganzes Wochenende Probe zu fahren... :-)

Ihr habt es doch nicht weit zu Hase, oder?
Sollte Ihr aber mal nach Darmstadt kommen, würden wir Euch - trotz den schonmal erwähnten Einschränkungen beim längeren Pinoverleih - auch unser Pino für ein Weekend leihen (Leihgebühr: ein Espresso und ein frischer Pfefferminztee). Periskopfahrer sind ja quasi und im wahrsten Sinne des Wortes alte Hasen... ;-) Wenn die nicht Stufentandem fahren können, wer dann???

Du kannst die Fotos übrigens gerne an anderen Stellen veröffentlichen, ich erhebe darauf keine Rechte

Ok!

Besten Gruß
Jo

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Wildcate
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Beitragvon Wildcate » Di Jul 04, 2006 7:01 am

Günter hat geschrieben:
habt ihr euch schon mal überlegt, einen Scooterbike-Sitz mit kurzer Rückenlehne hinzubasteln?

Ja, würde ich sehr gerne - der Trick liegt in dem Wort "basteln" - wie soll ich sagen, ich bin technisch jetzt nicht sooooo geschickt ;-)


In Münster gäbe es 1-2-3-Rad, das ist immerhin ein Liegeradprofi-Laden... vielleicht könntet ihr da fündig werden? Oder über die Liegeradliste fragen, da tummeln sich die Verrückten.

Aber zumindest auf unserer 20 Minuten Testfahrt empfand Beate die Griffposition als nicht so angenehm. Und ohne jetzt angeben zu wollen, aber meine Schultern passen nur sehr knapp zwischen den Lenker ;-)


Die Griffposition läßt sich relativ weit verstellen, umdrehen kann man die Griffe theoretisch auch, praktisch stehen aber dann die dem Körper zugewandten Enden wohl nach oben. Vielleicht geht es, wenn der Lenker ganz zurückgekippt wird, müßte man mal ausprobieren, ob es dann keine Kniekonflikte gibt.
Dafür dreht der Lenker sich zumindest bei uns so um den Stokersitz, daß es keine Probleme mit den Schultern gibt, auch wenn Frieder meine Schultern mit den ausgestreckten Daumen von seiner Griffposition aus schon berühren kann. Höchstens ist bei ganz engen Kurven bei Langsamfahrt mal mein Ellbogen im Weg - aber in solchen Situationen ziehe ich einfach den Arm ein.

ich habe selbstverständlich grenzenloses Vertrauen zu meinem Captain, aber bei 50 Km/h ...

Unser Rekord liegt bei knapp 70, ich glaube 68 km/h sagte der Tacho. War für uns beide kein Problem - aber wir hatten auch Julie und keine Felgenkneifer, ich glaube schon, daß das auch was ausmacht, schließlich hat der Käptn ja auch ein Bauchgefühl, wieviel den Bremsen zugemutet werden kann.

Apropos: steuert immer deine Beate, oder tauscht ihr auch?

Übrigens: beim Fahren sind wir mit dem Periskop bei gleicher gefühlter Anstrengung langsamer als mit unseren Solorädern. Und die bergtauglichkeit ist auch eine Ecke schlechter.


Fahrt ihr im Alltag beide Normalrad? Ich habe schon eine deutliche subjektive "Leistungsverbesserung" bemerkt, seit ich von Aufrecht auf Alltags-Liegerad umgestiegen bin - und selbst da habe ich, wegen der anderen Sitzposition mit Tretlagerüberhöhung, andere Muskeln in Anspruch als auf dem Pino.

Liebe Grüße,
Kati

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Beitragvon jodi2 » Di Jul 04, 2006 7:25 am

Wildcate hat geschrieben:Ich habe schon eine deutliche subjektive "Leistungsverbesserung" bemerkt, seit ich von Aufrecht auf Alltags-Liegerad umgestiegen bin

Seufz, ich seh schon, meine Frau braucht also doch bald das ersehnte Kettwiesel... :(

Grüßle
Jo

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Beitragvon MadFreddy » Di Jul 04, 2006 10:41 am

Hallöchen!

jodi2 hat geschrieben:
Wildcate hat geschrieben:Ich habe schon eine deutliche subjektive "Leistungsverbesserung" bemerkt, seit ich von Aufrecht auf Alltags-Liegerad umgestiegen bin

Seufz, ich seh schon, meine Frau braucht also doch bald das ersehnte Kettwiesel... :(


Katis Leistungssteigerung ist nicht nur subjektiv, sie fährt auf ihrem Liegeflitzer deutlich schneller als je zuvor auf einem Einzelrad - und auf dem Pino sind wir seitdem auch noch etwas schneller unterwegs (das ist jetzt allerdings wieder eher subjektiv :mrgreen:).

Grüße,
Frieder
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1/2 Pino,
Trekkingrad,
ZOX26 Liegerad,
Motorisierter Pino-Transporter

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Beitragvon Wildcate » Do Jul 06, 2006 9:49 am

Hallo ihr stolzen Periskopbesitzer,

kennt ihr das Giant Revive (mit der Nummer 8, nicht 21)? Das hat einen Sattel mit Rückenlehne, der Austrittswinkel ins Sattelrohr sieht zumindest ähnlich aus wie beim Periskop. Gibt es bei www.bike-michalak.de für 22,95 als "Sattel Giant Revive", findet sich aber vielleicht auch noch woanders im Netz...

Liebe Grüße,
Kati

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Beitragvon MadFreddy » Do Jul 06, 2006 10:38 am

Wildcate hat geschrieben:Hallo ihr stolzen Periskopbesitzer,

kennt ihr das Giant Revive (mit der Nummer 8, nicht 21)? Das hat einen Sattel mit Rückenlehne, der Austrittswinkel ins Sattelrohr sieht zumindest ähnlich aus wie beim Periskop. Gibt es bei www.bike-michalak.de für 22,95 als "Sattel Giant Revive", findet sich aber vielleicht auch noch woanders im Netz...

Liebe Grüße,
Kati


Der Link geht bei mir nicht, aber ich habe diese Adresse gefunden:
Radsport Michalak

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