Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » Di Aug 01, 2017 11:16 am

Kommen jetzt erst mal nicht zum radeln, da wir übers lange WE zuerst zur Studienabschlussfeier unserer Tochter am Freitag in Kopenhagen, am Samstag auf dem openair bei Herrn Ostbahn und den Musikern seines Vertrauens auf der Burg Clam sind und auf dem Rückweg am Montag in Grieskirchen in der Brauerei meinen Halbjahresvorrat Grieskirchner Dunkel holen.

Sobald wir wieder zum Radeln kommen werde ich es durch Handauflegen testen oder ich klemme zuhause den "Gas"hebel irgendwie fest und simuliere auf dem 2-Beinständer Dauerbelastung fürs Handauflegen.

Anschließend komme ich dann womöglich auf Dein Ausleihangebot zurück.
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon upndown » Di Aug 01, 2017 3:13 pm

Ostalbpinaut hat geschrieben:...und simuliere auf dem 2-Beinständer Dauerbelastung fürs Handauflegen.

ob da viel Leistung gefordert wird? Es sollten wenigstens die Nennleistung des Motors abgegeben werden - 250W - wenn du weist, wie das mit kleine Aufwand geht, sags mir. Habe da zwar auch Ideen, an der Umsetzung haperts aber :?
Im Leerlauf sind das dann einige wenige Watt. Der Motor hat da zwar einen hundsmieserablen Wirkungsgrad, aber bei sehr wenig Leistung ist der Verlust dann auch nciht riesig :cry:
Ostalbpinaut hat geschrieben:Anschließend komme ich dann womöglich auf Dein Ausleihangebot zurück.
gerne :mrgreen:
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Re: Endlich: erschwingliche Mittelmotor-Lösung auch fürs Pino!

Beitragvon diatoun » Fr Apr 13, 2018 9:59 am

felixfindig hat geschrieben:
Der BBS01 wird in einer 250W und einer 350W-Version für 36V angeboten, darüber hinaus der BBS02 mit 48V und 750W; abgesehen von der unterschiedlichen Leistung sind die verschiedenen Systeme weitgehend identisch.Weitere Details zu diesen Mittelmotoren könnt ihr leicht selbst recherchieren, spezielle Hinweise zum Pinoumbau bitte anfragen (Forum oder pn)

FF



Hallo,

ich möchte ein BBS01 auf einem Pino Hase installieren.

Was sind die spezielle Hinweise?

Entschuldigung für mein Deutsch ..ist von Google Translate

Danke !

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon upndown » Fr Apr 13, 2018 9:15 pm

Herzlich Willkommen im Forum!

Ein Mittelmotor ist schon die richtige Wahl. Jede Nachrüstlösung hat ihre Probleme. Neben dem mechanischen Passgenauigkeit muss immer das Gegendrehmoment abgefangen werden. Da sollte bei einem Mittelantrieb große Aufmerksamkeit geachtet werden. Wie das beim BS01 gemacht wird, weis ich nicht.
Und im Gegensatz zu einem normalen Fahrrad braucht das Pino auf der linken Seite ebenfalls ein Kettenblatt, das montiert werden muss. Auch hier habe ich keine Ahnung ob und wie das beim BS01 funktioniert.

Wenn du das nachrüstest, wäre es natürlich schön, wenn du von der Montage einige Bilder machen würdest und gerne auch (evtl. später) einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben würdest.

Auf eine gute Pinosaison
Uli
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Tom » Sa Apr 14, 2018 1:31 pm

Der zitierte Beitrag von FF (FelixFindig) ist allerdings schon über 4 Jahre alt, und FF hat zwei Wochen später hier seinen letzten Beitrag geschrieben und sich seitdem nicht mehr eingeloggt.

Schade :( , denn seine Bilder des Motors sahen interessant aus...

(L'article cité par FF (FelixFindig) a déjà plus de 4 ans, et FF a écrit son dernier article ici deux semaines plus tard et ne s'est pas connecté depuis.
Pitié :( , parce que ses photos du moteur étaient intéressantes.....)
Grüße, Tom

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » Sa Jun 16, 2018 9:46 am

Angeregt durch PN von Ostalbpinaut melde ich mich mal wieder. Zu meinem vier Jahre alten Beitrag gibt es nur eine wesentliche Ergänzung: mein Pino mit BBS02, NuVinci-Nabe und 2-fach Kettenblatt läuft nach wie vor völlig problemlos; der Umbau hat sich also bewährt. Auch der als "range-extender" konstruierte kleine Generator mit Honda-Viertakter (mit Schnellkupplung auf Gepäckträger geflanscht; Gesamtgewicht entspricht dem eines 36V/10Ah Ersatzakkus, und Sprit gibts überall) kam zwar nur selten zum Einsatz, funktioniert aber ebenfalls tadellos.

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Tom » Sa Jun 16, 2018 11:22 am

Danke für die Erfolgsmeldung - das ist eine wertvolle Zusatz-Info.

Ob die Sache mit dem Honda-Range-Extender (viele) Nachahmer findet bezweifle ich, aber die Idee ist gut :wink: .

Wäre schön, ab und zu was von dir zu lesen, wenn es interessante 'findige' Neuigkeiten gibt.
Grüße, Tom

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » Sa Jun 16, 2018 1:26 pm

Der range-extender sollte keine Anregung zum Nachbau sein, sondern war eher eine nette Spielerei, um mal zu sehen, was - völlig legal! - geht. Immerhin hat mein "Hybrid-Pino" mit einem Liter Sprit in Reserve eine Reichweite, bei der längst andere Faktoren wie schmerzendes Sitzfleisch, Handgelenke und Schultern limitierend sind :wink:

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » Sa Jun 16, 2018 11:39 pm

Nun für alle noch eine Frage an felixfindig.
Habe mir nochmal Deine Bilder zu deinem BBS02-Umbau angeschaut. Nicht erkennbar ist, ob das linke Kettenblatt mit der Montage des Motors etwas nach außen wandert.
Alle Akkus, die ich bisher gesehen habe, passen im Rahmendreieck nicht zwischen die "Normal"-Kettenlinien beim Pino. Der steps-Motor ist relativ breit, so passt dann dort problemlos ein breiter Akku zwischen die Ketten.
Ich habe bisher die Thermosflaschenakkus immer unterhalb des Unterrohrs mit viel Gebastle montiert, bin aber nicht so richtig glücklich damit.
Gruß
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » So Jun 17, 2018 2:01 pm

Das linke Kettenblatt rückt beim Bafang um die Dicke der Drehmomentabstützung (ca. 3mm) nach außen - wie sich das beim Step gestaltet, weiß ich nicht. Die Montage eines Akkupakets (verpackt in einer Rahmentasche von Extreme, Rose-Versand) direkt unterhalb des Oberrohrs ist völlig problemlos und kollidiert weder mit Ketten noch Waden beim Treten. Trinkflaschenakku würde dagegen nicht passen, bzw. wäre mir von der Kapazität zu mickrig.

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » So Jun 17, 2018 3:48 pm

Habe gerade die stokerkette demontiert.
Sobald diese wieder dran ist, werde ich mal messen,da die meisten Akkus mit mehr Kapazität, die am Flaschenhalter montiert werden, 90 mm oder breiter sind.
Habe auch versucht herauszufinden, ob BBS02 mit Tretsensor betrieben werden kann, da ich beim nächsten Antrieb vom Handgas wegkommen will und auch keine Bremssensoren will, egal ob der Motor dann bei 25 oder erst bei 30 km/h abgeregelt wird.
Wie gesagt ist das vielleicht jemanden, der sich mit Strom auskennt, gleich klar, mir eben leider nicht beim lesen der Angaben.
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » So Jun 17, 2018 4:59 pm

Selbstverständlich kann BBS2 mit Tretsensor betrieben werden: wird mit Motor mitgeliefert. Bei Akkus empfiehlt es sich, einen Blick auf frei konfigurierbare packs zu werfen: die können nämlich in sehr variabler Form geordert werden und sind kaum teurer als übliche Massenware.

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon upndown » So Jun 17, 2018 5:25 pm

Hallo Rainer,
deine Handgassteuerung macht der Controller. Dieser muss so konfiguriert werden, dass ein 3 Stufenschalter funktioniert. Mit dem 3 Stufenschalter stellst die Geschwindigkeit ein, die dann der Controller regelt.
Für uns ist ein Tretsensor regulatorisch Pflicht. Mit dem 3 Stufenschalter sollte dann der Motor anspringen, wenn du trittst. Ein Bremssensor hat den großen Vorteil, dass der Motor sofort abschaltet, wenn du bremst. Darauf habe ich nicht verzichtet, es bringt mir die Gewissheit, dass der Motor nicht mehr schiebt, auch wenn ich trete.
grüße
Uli
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » So Jun 17, 2018 5:47 pm

Die mit den Motoren üblicherweise mitgelieferten Bremshebel eignen sich nur für mechanische Bremsen; für Hydraulikbremsen sind aber separate Abschaltsensoren verfügbar.

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » So Jun 17, 2018 6:25 pm

Eine (hoffentlich überflüssige!) Anmerkung zum Shimano steps Motor: es ist schon klar, daß dieser Motor nur für speziell konstruierte Rahmen geeignet ist und daher nicht an das Pino montiert werden kann, oder?

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » So Jun 17, 2018 6:37 pm

Mensch Uli,

gerade Du musst doch wissen, dass ich überhaupt nicht der Stromer bin. Handgas heißt bei uns: nix oder alles.
Klar kann ich den steps nicht nachrüsten.
Überlege ein neues Pino anzuschaffen, einen Titanrahmen vielleicht bauen zu lassen. Finde Hase einfach in vielem viel zu teuer. Dann entweder normalen Rahmen oder für einen dann gewählten Motor (steps, brose, BBS02,.....). Bin sicher noch eine Weile in der Findungs-, Spar- und "Chefin"genehmigungsphase.
Habe im Moment noch keine Erfahrung, ob dann ein Kettenblatt vorne rechts reicht. Nutze im Moment zur Rohloff regelmäßig beide (38er und 48er). Mir gefällt einfach auf einmal nach Talfahrt im Gegenhang relativ schnell ein großen Gangwechsel durch Kettenblattwechsel vorn machen zu können.
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon upndown » So Jun 17, 2018 7:28 pm

Ostalbpinaut hat geschrieben:Überlege ein neues Pino anzuschaffen, einen Titanrahmen vielleicht bauen zu lassen.
Wow, das ist mal ein Projekt! Ich hoffe, du kannst Titan schweißen und kannst den Rohstoff Titan in den nötigen Dimensionen günstig erwerben? Warum das machen willst, ist mir nicht klar. Vielleicht kannst du die Argumente dazu beisteuern?

Ostalbpinaut hat geschrieben: Finde Hase einfach in vielem viel zu teuer. Dann entweder normalen Rahmen oder für einen dann gewählten Motor (steps, brose, BBS02,.....). Bin sicher noch eine Weile in der Findungs-, Spar- und "Chefin"genehmigungsphase.

Da wäre noch der Bosch Antrieb, der zumindest schon einen Praxistest gewonnen hatte, allerdings ohne Steps als Konkurrent. Der Vorteil wäre ja, dass sich Hinz und Kunz mit dem Boschantrieb auskennt und dieser sicher einfacher zu beschaffen ist, als ein Steps. https://www.bosch-ebike.com/de/produkte/emtb-modus/
Ostalbpinaut hat geschrieben:Habe im Moment noch keine Erfahrung, ob dann ein Kettenblatt vorne rechts reicht. Nutze im Moment zur Rohloff regelmäßig beide (38er und 48er). Mir gefällt einfach auf einmal nach Talfahrt im Gegenhang relativ schnell ein großen Gangwechsel durch Kettenblattwechsel vorn machen zu können.

Die Tendenz geht ja auch im MTB Bereich zu nur einem Kettenblatt. Aber bei deiner Kadenz würde ich mir das auch überlegen. Die untersten Gänge fehlen leider.
Hast du schon mal nachgerechnet? Bei der Kettenschaltung ist die Einschränkung nicht zu verachten. Bei meinem Pino mit 3x9 Kettenschaltung haben wir im kleinsten Gang 1,6m Entfaltung, entsprechend 5,8km/h und bei einem Steps wären das 2m;7km/h. Gerechnet mit 60Umdrehungen/Min an der Kurbel. Wenn du die Tabelle durch deine Rohloff erweitern möchtest kann ich sie dir gerne schicken.
LG Uli
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » So Jun 17, 2018 8:05 pm

Titan = Traum=Spinnerei=Rainer
Habe eine Anfrage bei einem Titanrahmenbauer laufen.
Habe bei Bosch schon angefragt, da selbst unsere alte Rohloff elektronisch von der Bosch zu schalten wäre. Ist aber offiziell zum Nachrüsten nicht zu haben. Aussage von Bosch und Vermutung von Rohloff, wo ich auch schon angefragt hatte.
Karl-Heinz aus Esslingen (twogether tandem) hat eine Anfrage bei Paul Lange am laufen und ist sich sicher einen steps problemlos dort zu bekommen.
Unsere Rohloff hat eine Entfaltung von 1,07 m im 1. Gang mit kleinem Kettenblatt und 7,09 m im 14. Gang des großen Kettenblattes.
Jetzt gehts zur 2. Halbzeit Brasilien-Schweiz.
LG
Rainer
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » So Jun 17, 2018 9:37 pm

Hallo Uli, ich nochmal
habe gerade bei shop.gutrad.com (die haben den BBS-Motor) gelesen, dass man beim Laden selbst nach Aufleuchten der grünen Leuchte möglichst oft das Ladegerät noch 2 Std dran lassen soll, um dem Akku eine möglichst lange Lebensdauer zu geben.
Ein Professor, der zu dem Thema letztens befragt wurde, sagte das Gegenteil: Akku immer nur maximal zu 90% laden und nie unter 10% entladen, um die Lebensdauer zu verdoppeln.
Was gilt nun?
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon upndown » So Jun 17, 2018 10:25 pm

Hallo Rainer,
der Prof hat wohl Recht. Aber was nützt denn das Ganze, wenn ich nur noch 10% im Akku habe, aber brauche noch 9,5%. Also wenn ich auf Tour bin, wird vorher voll geladen und wenn ich wieder zu Hause bin, wird der Akku wieder zum Laden angesteckt, egal wie der Ladezustand ist.
Früher bei den NiCd Akkus wurden die immer vor dem nächsten Laden leer gemacht. Das war wohl ok so. Aber bei den LiPo Akkus oder bei mir beim LiFePo4 Akku wird der Ladezustand vor dem nächsten Laden nicht geändert. Außer nach der Winterpause bekommt er einen Ladezyklus von Voll bis leer und wieder voll. Durch die Selbstentladung fehlt doch einiges an Ladung, die ich so wieder ausgleiche.
Aber dein LiPo Akku ist da sicher empfindlicher, aber ob du 20% deiner Ladung nicht nutzen möchtest, obwohl sie womöglich zur Verfügung steht, halte ich für nen Schmarrn. [Sarkasmus]Du stehtst vor einem Berg, hast noch etwas Strom und schiebst hoch, weil die Theorie dagegen spricht.[/Sarkasmus]
Also mein Akku schaltet ab, wenn Tiefentladung droht und so weit wird entladen.
Du weist ja, dass ich Buch führe, was die Kapazität des Akkus betrifft: Vor 5 Jahren hatte ich mal 15,8Ah entnommen, in diesem Jahr war dieser Wert auch mal erreicht. Der Akku hat inzwischen ca. 300 Ladezyklen, wobei der Ladezustand vor dem Laden in allen Bereichen zu finden war.

Habe aber keine so guten Erfahrungen mit LiPo Akkus in Kleingeräten gemacht. Dort sind oft keine 50 Ladezyklen zustande gekommen. Allerdings wird hier kein Buch darüber geführt. Die "Professormethode" ist doch absolut nicht praxistauglich und einzuhalten. Das kann der Prof im Labor bei einer Messreihe machen. Aber unsereins macht doch nicht Akkus nur 90% voll und hört bei 10% auf. Mach das mal bei einem Defibrillator, der nur noch die 10% hat aber dringend benötigt wird.
"Es gibt keinen strom mehr, der Akku könnte ja leiden" :oops:

In diesem Sinn, gute Nacht
LG Uli
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » Mo Jun 18, 2018 6:33 pm

Wird wohl nix mit einem Titanrahmen, da der Rahmenschweißer ne Konstruktionszeichnung braucht und dann trotzdem nicht garantieren kann, ob er es hinkriegt. Hase rückt natürlich auch keine Zeichnung raus.
Daher noch mal die Frage an felixfindig, welchen BBS02 Du eingebaut hast bzw. welchen Du (samt Akku) aus heutiger Sicht nehmen würdest. Es gibt ja 36V 250W, 36V 500W, 48V 500W und 48V 750W. Sogar einen BBS03 mit bis zu 52V und 1000W.
Bei Hase ein neues Pino kaufen will ich normalerweise nicht, da Preis/Leistung nur für die tolle Idee(aus der dann das Pino wurde) für mich speziell bei allen Anbauteilen total überzogen ist.
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » Mo Jun 18, 2018 7:03 pm

Die Antwort würde primär davon abhängen, ob Dir legal / illegal scheißegal ist. Solche Empfehlungen werde ich aber in einem öffentlichen Forum nicht posten. Aus technischer Sicht ist die höhere Spannung zu bevorzugen, um die Stromstärken geringer halten zu können.

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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » Mo Jun 18, 2018 9:03 pm

also muss ich wohl vor einem weiteren (Schwåbaspar-)Kauf mal wieder Uli den Oberstromer zuhause besuchen.
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon upndown » Mo Jun 18, 2018 9:07 pm

... gerne 8)
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Beitragvon Spirithos » Mo Jun 18, 2018 9:37 pm

Auch wenn das nicht zum eigentlichen Thema gehört:
Ostalbpinaut hat geschrieben:Wird wohl nix mit einem Titanrahmen, ...

Bedenke, dass Titan weit weniger steif ist als Alu. Der Rahmen würde zwar sehr stabil sein, besonders die Schweißnähte gegenüber Aluminium, aber der Rahmen würde auch mehr schwingen. Mein Reiserad ist aus Titan, ich hatte vorher das identische Fahrrad aus Alu. Das war wesentlich steifer, was sich beladen sehr auf die Fahrstabilirät auswirkt. Wegen des guten Schwingverhaltens verwenden viele Mountainbiker Sattelstüzen aus Titan. Ob das Material geeignet ist um ohne Konstruktionsänderungen ein Pino daraus zu bauen ist fraglich, ich möchte es bezweifeln. Titan ist ein tolles Material, aber für Rahmen nicht einfach gegen Alu austauschbar.

Konstruktion macht eine Menge aus. Vor dem Pino fuhren wir das Morpheus von Circe Cycles Probe. Das kostet weniger als das Pino, aber uns wurde auch schnell klar, das taugt nicht für Reisen. Nicht steif genug, nicht bequem genug (für den Piloten), wo das Gepäck lassen? Dann lieber warten und sparen. So habe wir es gemacht und es nicht bereut. Im Pino steckt viel Entwicklungsarbeit.
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Spirithos » Mo Jun 18, 2018 10:23 pm

Ostalbpinaut hat geschrieben:... habe gerade bei shop.gutrad.com (die haben den BBS-Motor) gelesen, dass man beim Laden selbst nach Aufleuchten der grünen Leuchte möglichst oft das Ladegerät noch 2 Std dran lassen soll, um dem Akku eine möglichst lange Lebensdauer zu geben.
Ein Professor, der zu dem Thema letztens befragt wurde, sagte das Gegenteil: Akku immer nur maximal zu 90% laden und nie unter 10% entladen, um die Lebensdauer zu verdoppeln.
Was gilt nun?

Beides richtig.
  1. Der Akku mag nicht voll geladen sein. Daher möglichst erst kurz vor der Benutzung ganz aufladen.
  2. Der Akku mag nicht gern ganz leer sein. Am besten ab 40% SOC wieder aufladen (siehe dazu Punkt 1.), wenn er nicht mehr gebraucht wird.
  3. Dem Akku schadet es nicht, leer gefahren zu werden. Die Software schaltet ihn rechtzeitig ab. Er sollte nur nicht leer aufbewahrt werden, dann besser teilladen bis ca. 60% SOC.
  4. Den Akku bei ca. 60% SOC und Zimmertemperatur lagern, wenn länger nicht benutzt. Nach 4 bis 6 Wochen prüfen, ggf. etwas nachladen.
  5. Wenn (vor der Fahrt) voll laden dann richtig voll laden, siehe dazu Handbuch vom Akku bzw. Ladegerät. Ein Akku besteht aus vielen, zusammengeschalteten Zellen. Diese werden unterschiedlich entladen und weisen mit der Zeit kleine Spannungsunterschiede auf. Diese müssen ausgeglichen werden. Das passiert beim Balancing am Ende des Ladevorgangs und ist wichtig. Daher den Akku immer, aber erst kurz vor Gebrauch (z. B. am Abend vorher), ganz voll laden. Das Ladegerät schaltet sich ab, wenn das Balancing beendet ist.
Im Zweifel immer das Handbuch lesen. Bei meinem Ladegerät beispielsweise bedeutet
  • Blinkende LED: lädt
  • Leuchtende LED: Laden beendet, Balancing
  • LED aus: Laden und Balancing beendet.
Wenn ich das Ladegerät während des Balancing trenne und wieder anschließe, wird der Ladevorgang nicht wieder aufgenommen, für das Ladegerät ist der Akku dann voll, es schaltet sich nicht wieder ein. System: Neodrives (Alber). Aber nicht an unserem Pino, da ist nur das Licht elektrisch ;)

Gruß Thorsten
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon Ostalbpinaut » Mo Jun 25, 2018 6:57 pm

noch ne Frage an Felixfindig:
Seid Ihr aufgrund des längeren Radstandes des Pinos schon mal irgendwo mit dem tiefen Mittelmotor aufgesessen?
Gruß
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Re: Erfahrungen mit Nabenmotor-Nachrüstung?

Beitragvon felixfindig » Mo Jun 25, 2018 9:42 pm

Nein.


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