Pino streife mit den füßen am Vorderrad

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filmer007
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Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon filmer007 » Fr Sep 06, 2013 8:22 pm

Hallo an alle!
Wir sind testweise mal kurz mit dem Pino gefahren, genau auf mich eingestellt, bin 1,60m groß, montiert wurde der kl. Kurbelsatz, gefahren und bei einer kurve lagen wir schon da, das Vorderrad streift bei meinen Schuhen.
Nun habe ich aber aufgrund meiner Sehbehinderung Probleme genau zu sehen , wo das Vorderrad sich befindet und kann nicht immer rechtzeitig reagieren und die Pedale in die Waagrechte Position bringen und nicht treten, ausserdem wird da der Kapitän schon sehr gefordert, weil der Stocket nicht so viel mitreden kann.
Welche Lösung habt ihr oder hat wer einen Tip für uns? Alternativen zum Pino?
danke Burgi!

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upndown
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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon upndown » So Sep 08, 2013 4:19 pm

Also wir hatten das gleiche Problem, als mein Stoker noch kleiner war. Inzwischen ist er jedoch so groß, daß der Ausleger weit genug heraus gezogen ist. Dabei entsteht das Problem nicht mehr. Wir hatten auch noch das Problem, dass der Freilauf blockiert war. Damit dreht sich dann auch mmer die Kurbel vom Stoker mit.

Wenn du aber nicht mehr wächst, so sehe ich folgende Möglichkeiten:
- Sitz weiter nach vorne: Umbau möglich? (Dadurch kommt dann auch die Stokerkurbel weiter nach vorne)
- Stokerkurbel höher (Umbau???)
- kleinerer Kurbelarm? (den hast du ja womöglich schon)
- Absprache zwischen Captain und Stoker: Captain signalisiert "Stop" und "weiter"
- vielleicht sind deine Stokerschuhe auf den Pedalen nicht weit genug "oben". Vielleicht helfen Klickpedale (dessen Cleats aber auch relativ weit vorne sind).
- längere Gabel. (Dadurch kommt der Ausleger auch weiter nach oben) Hase baut ab ca. 2011 eine längere Spinner Grind ein (ca. 2cm)
- dünnere Reifen (siehe Pino Race)
- kleinerer Raddurchmesser z.B. 18" (keine Ahnung ob das möglich ist)

Wenn der Captain aufhört zu treten, wird ja automatisch auch die Stokerkurbel gestoppt. In Kurven mit kleiner Geschwindigkeit ist das aber nicht praktikabel. Also dann doch die Absprache.

Die Liste sieht ja so aus, wie wenn es duzende Möglichkeiten für dich gibt. Eine wirklich tolle Lösung???
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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon gündirwas » So Mär 10, 2019 3:14 pm

Upndown hat eine ziemlich vollständig aufgelistet , was bei relativ kleinwüchsigem Stoker theoretisch möglich ist. Nicht alles ist realistisch oder ökonomisch umsetzbar.
Meine Stokerin misst 157cm, das uns nach Probefahrten vor 3 Jahren vom Kauf eines Pino abhielten. Lebensgefährliche Kollisionen der Stoker- Hacke mit dem Vorderrad in Kurven waren traumatische Erlebnisse. Es fehlten akzeptable Lösungsvorschläge des PINO- Fachverkäufers: Kindertretlager mit 115mm Kurbellänge war für uns nicht akzeptabel (ungeeignet für Erwachsenen- Kräfte, zu kurze Kurbellänge.)

Nach Prüfen aller Möglichkeiten haben wir kostenoptimiert den sicheren Hackenabstand im Neukauf 2018 berücksichtigt und inzwischen als voll Problem-lösend bestätigt gefunden:
1.) Der Stokersitz wurde um zwei luftige Sitzauflagen Ventisitz Comfort( bekannt von Liegerädern), 1x durchgehend 73x44x/44/38cm und zusätzlich zur Rückenstütze 1x 45x24cm aufgepolstert. Dadurch rückt der Stoker entsprechend Bach vorne. (zirka 150€)
2.) damit die Sitzfläche nicht zu kurz gerät wird der Stokersitz mit Hase- Zubehör Sitzverlängerung um 70mm nach vorne verlängert (zirka 20€)
3.) Die Stoker- Kurbeln wurden auf 140mm verkürzt engebaut
4.) Zur definierten Fußstellung werden Click- Pedale und -Schuhe vorgesehen.

Ergebnis: in allen Fahrsituationen bleibt ein Mindestabstand von 50mm zwischen Hacken und Vorderrad.
Dank der Click-Fixierung der Schuhe werden wir in den nächsten Tagen mit verlängerten 155mm Kurbeln den Mindestabstand von 50 auf 35mm verantworten können.


Andere Denkanstöße von Upndown -
- längere Gabel: erscheint mir statisch nicht unbedenklich und kostenmäßig eher teurer.
- kleineres Vorderrad von 20 auf 18" brächte zwar einen Abstands- Zugewinn von zirka 25mm, verschlechtert aber nochmals das Verhalten auf unbefestigtem Untergrund. Gleicher Effekt wäre bei verkleinertem Reifenquerschnitt zu verzeichnen.
- Absprache zwischen Stoker und Captain klappt nur bedingt, weil kurze Lenkausschläge besonders bei Langsamfahrt in der Stadt/ Bergfahrt nicht immer vorausplanen lassen. Die Absprachen in meinem Lösungsfall beschränen sich eher auf angenehmere Dinge.

Ich hoffe, meine Lösungen helfen Anderen mit ähnlichem Thema

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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon upndown » So Mär 10, 2019 10:10 pm

Hallo Gündirwas,
erstmal ein herzliches Willkommen im aktiven Teil des Forums :P

Inzwischen hat sich mein Stoker angepasst: Soll heißen er ist inzwischen mit 1,83m groß genug, dass wir keines dieser unsäglichen Blockierern mehr haben.

Aber dein Vorschlag, den Sitz nach vorne zu schieben ist wohl die beste Lösung. Und wenn das nicht reicht, die Höhe des Sitzes/Auflage zu erhöhen.

LG Uli
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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon g.vogt3 » Mo Mär 11, 2019 5:36 pm

Hallo zusammen,

für weniger dramatische Kollisionen zwischen Stoker-Hacken und Vorderrad:

Meine Lebensgefährtin hat sich darauf eingestellt, dass sie bei stärkeren Kurven nicht mittritt.
Und ich sage entsprechende Abbiegevorgänge rechtzeitig an, soweit sie nicht eindeutig sind.
Überhaupt sage ich viel an, bspw. bei den ach so beliebten Pollern auf Radwegen. Es kommt sonst schnell mal zu Missverständnissen, und wenn meine Stokerin dann auch per instinktiver Gewichtsverlagerung den Kurs zu korrigieren versucht, dann wirds wirklich gefährlich.

LG g.vogt

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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon upndown » Mo Mär 11, 2019 7:00 pm

du Glücklicher!
Bei uns ist das so (ist auch schon hier auf vielen Threads veröffentlciht): Mein Stoker ist behindert und kann vieles nicht einschätzen. Auch pedallieren war anfänglich mehr als fraglich, inzwischen tritt er sogar manchmal etwas mit. Und unsere 15%er verlangen inzwischen trotz Motor etwas Power vom Stoker, bevor wir bei 5km/h umfallen. Und wer diese Geschwindigkeit kennt, weis, dass die Richtung eher "kontrollierter" Zufälligkeit entspricht. Dank meist verkehrsarmer Wege ist es dann auch egal, wenn wir dann die ganze Fahrbahnbreite brauchen. (Trotz E-Motor)

Der Stokerantrieb ist bei uns starr mit der Hauptkurbel gekoppelt, so dass der Stoker "merkt", dass wir treten müssen oder die Beine hängen lassen können, weil es abwärts geht.
Es gibt zwar Situationen, bei denen er dann richtig rein tritt, die sind aber oft total unpassend oder ich muss sogar "bremsen".
Da unser Antrieb gekoppelt ist, kann der Stoker nicht mal aufhören zu treten, um die Kollision der vorderen Kurbel mit dem Vorderrad zu verhindern. Und bei einer Geschwindigkeit von 5km/h gelang mir das nur sehr selten. Inzwischen ist die Länge des Auslegers wg. der Stokergröße kein Problem mehr :mrgreen:

Aber Hase sollte sich hier wirklich was einfallen lassen: So ein Verhalten ist einfach NICHT AKZEPTABEL.
Schön, wenn es hier schon tolle Vorschläge gibt, die hier auch helfen. Hase könnte hier also eine gute Lösung anbieten!
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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon eidexe » Mi Mär 13, 2019 3:09 pm

Hallo zusammen,
auch die Kinderkurbel schützt nicht immer vor Reifenberührung bei starkem Lenkereinschlag. Allerdings war das bisher bei uns noch nie ein Sicherheitsproblem. Ich nutze scheinbar schon intuitiv nie die letzten Grad, auch weil da die Lenkerenden bei mir schon recht nahe neben dem Vordersitz sind.
Volkmar

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Re: Pino streife mit den füßen am Vorderrad

Beitragvon Radfux » Mi Mär 13, 2019 3:50 pm

Kann mich „g.vogt“ anschließen, so machen wir es auch.
Trotzdem kommt‘s manchmal zu Beinahe-Unfälle, wenn ich kurzfristig die Kurve kratze ohne es anzukündigen.
GsD passiert das meist nur bei Langsamfahrt, weil der Lenkeinschlag bei hoher Geschwindigkeit eh‘ nicht sehr groß ist.
Gruß, Stefan


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