noch eine korrodierte federgabel und erfolgreiche Repatur: h
Verfasst: 06.11.2009, 17:14
Nun war es auch bei uns nötig: Die Federgabel mit der rechts
aufgesetzten Stopfbuchse quietschte und zeigte damit, das sich was
verändert hat. Das Öffnen der Gabel wie bei Kettensprenger war nötig.
(2, 5 Jahre, 3300 km). Das Ergebnis: rechts Korrosionsmatsche mit ca .
20 ml Wasser im Rohr und links eine nahezu unveränderte Feder im hell
transparenten Fett, die man so wieder zusammenbauen konnte.
Eindeutig eine Bestätigung, dass dieses Problem erst durch die Veränderung am
Lenkkopf durch den Hersteller entstand!
Fehlkonstruktion!
Dank eurer vielen Beiträge gelang mir erst das Auseinandernehmen der
Gabel, aber ich möchte es ergänzen, damit Nachfolger es leichter haben
werden. Bitte dazu die Fotos und Text von Kettensprenger ansehen, auf die ich mich beziehe (Tauch- u. Standrohr sind oben denke ich falsch benannt). Ich würde in der Zukunft so vorgehen:
Vorarbeiten:
Vorderrad rausnehmen, Bremssattel von dem Sockel abschrauben (original
mit Schraubenkleber fixiert), Lenkstange von der Stopfbuchse rechts
abschrauben. Ganze Gabel am Steuerrohr abschrauben nicht nötig.
Rechter Gabelholm:
- Schraube oben an Stopfbuchse ca. 0,5 cm rausschrauben, mit
Gummihammer draufhauen, um die Stopfhülse von ihrem Boden zu trennen
(siehe Foto oben bei Kettensprenger).
- Schraube ganz rausdrehen, Hülse abnehmen.
- - mit einem 25 cm langen Draht, dessen Ende 3 mm abgewinkelt
ist, nacheinander 2 Elastomerelemente, eine Spiralfeder und noch 2
Elastomerelemente aus dem Standrohr herausangeln. Dabei sieht man dann,
wie viel Korrosion aufgetreten ist. So kann man auch eine schnelle
Inspektion durchführen, um zu entscheiden, ob noch mehr Ausbau nötig ist.
- Der federtragende Verbindungsstift ist mit einem 6 mm Imbus gesichert. Wenn der Imbuskopf verdreckt ist, mit dem Draht freikratzen. Diesem mit einem 23 cm langen Imbus
gegenhalten, und unten am Tauchrohr die Schraube des Verbidungsstifts aufdrehen. Hier lief
mir dann das Wasser (lecker Brühe) entgegen (wobei mir die Schraube immer durchdrehte,
da ich von dem inneren Imbus noch nichts wusste und auch keinen langen
Imbus hatte!)
Linker Gabelholm:
- Plastikkappe abdrehen (geht ganz leicht mit einer Kombizange)
- Elastomere, Feder rausangeln, Imbus kontern und Schraube unten
abdrehen.
Die Tauchrohre lassen sich jetzt abziehen. Unten sind noch je ein
Gummipuffer zwischen Tauch- und Standrohr, die auf dem Foto von
Kettensprenger nicht abgebildet sind.
Alles reinigen, rechts war Drahtbürste und Caramba nötig, links reichte
es, die Rohre zu wischen.
Alles fetten, wieder zusammenschrauben, man weiß ja jetzt, wie es geht!
Als Fett hatte ich leider kein PrepM, habe genommen, hoffe, da gibt kein
Problem. Hatte das gelbe Exus E-G02, zu spät gesehen, dass es ein „paraffin basiertes Lithium Fett“ ist. Oben die Stopfbuchse habe ich durchgefettet bis zum Triefen. Tape oben wieder drauf.
Ein aus Gummi geschnittener „Regenschirm“ ziert jetzt die Stelle zusätzlich.
Man kann natürlich alle paar Monate auseinanderschrauben, aber die
Lösung wäre eher in einer optimalen Dichtung der Stopfbuchse zu suchen,
damit diese Überschwemmung – Korrosion gar nicht erst auftritt. Eure
Ideen sind gefragt! Oder die von Hase? Direkt in diesem Forum? Das wäre innovativ!
aufgesetzten Stopfbuchse quietschte und zeigte damit, das sich was
verändert hat. Das Öffnen der Gabel wie bei Kettensprenger war nötig.
(2, 5 Jahre, 3300 km). Das Ergebnis: rechts Korrosionsmatsche mit ca .
20 ml Wasser im Rohr und links eine nahezu unveränderte Feder im hell
transparenten Fett, die man so wieder zusammenbauen konnte.
Eindeutig eine Bestätigung, dass dieses Problem erst durch die Veränderung am
Lenkkopf durch den Hersteller entstand!
Fehlkonstruktion!
Dank eurer vielen Beiträge gelang mir erst das Auseinandernehmen der
Gabel, aber ich möchte es ergänzen, damit Nachfolger es leichter haben
werden. Bitte dazu die Fotos und Text von Kettensprenger ansehen, auf die ich mich beziehe (Tauch- u. Standrohr sind oben denke ich falsch benannt). Ich würde in der Zukunft so vorgehen:
Vorarbeiten:
Vorderrad rausnehmen, Bremssattel von dem Sockel abschrauben (original
mit Schraubenkleber fixiert), Lenkstange von der Stopfbuchse rechts
abschrauben. Ganze Gabel am Steuerrohr abschrauben nicht nötig.
Rechter Gabelholm:
- Schraube oben an Stopfbuchse ca. 0,5 cm rausschrauben, mit
Gummihammer draufhauen, um die Stopfhülse von ihrem Boden zu trennen
(siehe Foto oben bei Kettensprenger).
- Schraube ganz rausdrehen, Hülse abnehmen.
- - mit einem 25 cm langen Draht, dessen Ende 3 mm abgewinkelt
ist, nacheinander 2 Elastomerelemente, eine Spiralfeder und noch 2
Elastomerelemente aus dem Standrohr herausangeln. Dabei sieht man dann,
wie viel Korrosion aufgetreten ist. So kann man auch eine schnelle
Inspektion durchführen, um zu entscheiden, ob noch mehr Ausbau nötig ist.
- Der federtragende Verbindungsstift ist mit einem 6 mm Imbus gesichert. Wenn der Imbuskopf verdreckt ist, mit dem Draht freikratzen. Diesem mit einem 23 cm langen Imbus
gegenhalten, und unten am Tauchrohr die Schraube des Verbidungsstifts aufdrehen. Hier lief
mir dann das Wasser (lecker Brühe) entgegen (wobei mir die Schraube immer durchdrehte,
da ich von dem inneren Imbus noch nichts wusste und auch keinen langen
Imbus hatte!)
Linker Gabelholm:
- Plastikkappe abdrehen (geht ganz leicht mit einer Kombizange)
- Elastomere, Feder rausangeln, Imbus kontern und Schraube unten
abdrehen.
Die Tauchrohre lassen sich jetzt abziehen. Unten sind noch je ein
Gummipuffer zwischen Tauch- und Standrohr, die auf dem Foto von
Kettensprenger nicht abgebildet sind.
Alles reinigen, rechts war Drahtbürste und Caramba nötig, links reichte
es, die Rohre zu wischen.
Alles fetten, wieder zusammenschrauben, man weiß ja jetzt, wie es geht!
Als Fett hatte ich leider kein PrepM, habe genommen, hoffe, da gibt kein
Problem. Hatte das gelbe Exus E-G02, zu spät gesehen, dass es ein „paraffin basiertes Lithium Fett“ ist. Oben die Stopfbuchse habe ich durchgefettet bis zum Triefen. Tape oben wieder drauf.
Ein aus Gummi geschnittener „Regenschirm“ ziert jetzt die Stelle zusätzlich.
Man kann natürlich alle paar Monate auseinanderschrauben, aber die
Lösung wäre eher in einer optimalen Dichtung der Stopfbuchse zu suchen,
damit diese Überschwemmung – Korrosion gar nicht erst auftritt. Eure
Ideen sind gefragt! Oder die von Hase? Direkt in diesem Forum? Das wäre innovativ!